Wartung von Heizanlagen

Die Wartung von Heizanlagen muss regelmäßig durchgeführt werden, damit die Anlage auch sicher und effizient läuft. Auf dieser Seite finden Sie alle Informationen, die notwendig sind, um die Bedeutung einer regelmäßigen, vor allem aber sach- und fachgerechten Wartung zu verstehen.

Was versteht man unter einer Heizanlage?

Die gesetzesvertretenden Dekrete 192/05 sowie 311/06 definieren eine Heizanlage als

technische Anlage, die dazu geeignet ist, Gebäude im Sommer zu kühlen und im Winter zu heizen, samt der oder ohne die Aufbereitung von Warmwasser für hygienische oder sanitäre Zwecke oder allein für die zentrale Aufbereitung von Warmwasser für dieselben Zwecke, und eine Anlage, die eventuelle Systeme zur Produktion, Verteilung und Nutzung von Wärme sowie Regel- und Kontrollsysteme umfasst.

Was versteht man unter Wartung von Heizanlagen?

Damit eine Heizanlage zuverlässig, sicher und effizient funktioniert, muss sie regelmäßig von einem Fachmann, dem Kaminkehrer, gewartet werden. Die regelmäßige Wartung bringt nicht nur ein optimales Funktionieren, sondern darüber hinaus auch eine merkliche Energieeinsparung. Zudem schützt sie vor einer Reihe von Risiken, die mit einer Heizanlage einhergehen.

Die Mitarbeiter von Terein sind für die regelmäßige Wartung von Heizanlagen ausgebildet, und zwar für private wie gewerblich genutzte und unabhängig vom Brennstoff, mit dem die Anlage betrieben wird. Die Wartung von Heizanlagen umfasst drei Tätigkeiten: die Reinigung der Anlage, die Kontrolle des Kaminzugs sowie die Analyse der Emissionen.

Wie oft muss eine Heizanlage gewartet werden?

Die zeitlichen Abstände, in denen eine Heizanlage gewartet werden muss, sind vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Für Südtirol gilt dabei das Dekret des Landeshauptmannes Nr. 27 vom 19. Mai 2009. Es sieht vor, dass Heizanlagen in öffentlichen und privaten Gebäuden sowie in solchen, die für Industrie, Handel, Landwirtschaft, Handwerk oder Dienstleistungen genutzt werden, regelmäßig gewartet werden müssen, und zwar abhängig vom Brennstoff, der für den Betrieb der Anlage genutzt wird.

Welche Vorteile bringt eine regelmäßige Wartung von Heizanlagen?

Eine regelmäßige Wartung Ihrer Heizanlage ist nicht nur eine gesetzliche Pflicht, sondern bringt auch eine Reihe handfester Vorteile.

  • Der erste Vorteil liegt in der Energieeinsparung. Schließlich ist die Heizanlage im Schnitt für 77 Prozent des gesamten Energieverbrauchs eines Gebäudes verantwortlich. Eine saubere Verbrennung und ein ebenso sauberer Wärmetauscher senken demnach die Kosten für die Heizung merklich.
  • Der zweite Vorteil liegt darin, dass schädliche Auswirkungen auf die Umwelt gesenkt werden. Schließlich werden durch eine Steigerung der Leistung und eine korrekte Handhabe der Anlage die Abgaswerte gesenkt, was wiederum zu einer Verbesserung unser aller Lebensqualität führt.
  • Schließlich steigert – Vorteil Nummer drei – eine regelmäßige Wartung auch die Sicherheit Ihrer Anlage.

Welche Risiken geht man ein, wenn man eine Heizanlage nicht regelmäßig wartet?

Verabsäumt man eine regelmäßige Wartung der Heizanlage, setzt man sich selbst, aber auch alle anderen Bewohner des Gebäudes einer Reihe von Risiken aus. Dazu gehören:

  • Dach- und Kaminbrände,
  • das Überhitzen des Generators,
  • Kohlenmonoxid-Vergiftungen,
  • Kondenswasser-Bildung.

Kehren des Kamins

Eines gilt für alle Heizanlagen, ganz unabhängig vom Brennstoff, mit dem sie betrieben werden: Eine Heizanlage produziert Wärme als Folge eines Verbrennungsprozesses. Dieser sorgt für unseren Komfort, egal, ob nun ein fester (Holz oder Pellets), flüssiger (Heizöl) oder gasförmiger (etwa Methan) Brennstoff genutzt wird. Es ist demnach ein Verbrennungsprozess, durch den eine Heizanlage ihren Zwecke erfüllt.

Warum muss ein Rauchabzug regelmäßig gekehrt werden?

Wie bei allen Verbrennungsprozessen entstehen auch in einer Heizanlage Rückstände. Einer dieser Rückstände, den wir besonders im Auge behalten müssen, ist der Ruß.

Ruß wird von unseren Heizanlagen produziert und über Kamine ausgestoßen, die eigens dafür konstruiert werden. Der Rauchabzug ist dabei einer der grundlegenden Bestandteile eines Kamins und damit auch einer Heizanlage.

Durch diesen Teil des Kamins zieht nun Tag für Tag Rauch, Tag für Tag bleibt demnach auch Ruß an den Wänden hängen. Je mehr Ruß an den Wänden klebt, desto höher wird das Brandrisiko. Und dieses ist nicht zu unterschätzen: Ein Rußbrand kann schnell aufs Dach übergreifen und auch schon Temperaturen von 1200 Grad erreichen. Die Folgen kann man sich ausmalen.

Den Kamin regelmäßig zu kehren, ist eine wichtige Maßnahme zum Schutz vor Bränden. Zudem steigert ein sauberer Kamin die Leistung der gesamten Heizanlage und senkt damit den Energieverbrauch. Dies hat wiederum positive Folgen für die Umwelt, die weniger belastet wird.

Der Kaminkehrer heißt also nicht von ungefähr so: Das Kehren des Kamins ist eine seiner wichtigsten Aufgaben, die wir bei Terein mit unseren ausgebildeten Kaminkehrern ernst nehmen. Das Kehren von Rauchabzug und Wärmetauscher gehört zu den regelmäßigen Wartungsarbeiten an Ihrer Heizanlage. Das bekommen Sie übrigens auch schriftlich: Am Ende unseres Einsatzes wird die Wartung dokumentiert und auch amtlich zertifiziert.

Was versteht man unter „Kaminzug”?

Werden Heizanlagen gewartet, gilt ein Augenmerk der Kontrolle des Kaminzugs, wobei unter dem Begriff „Zug“ die Förderung der Luftbewegung im Inneren eines Kamins, eines Ofens oder eines jeglichen anderen Feuerraum verstanden wird. Es geht demnach um jene Bereiche, in denen im Inneren einer Heizanlage die Verbrennung vor sich geht.

Wie schafft man nun aber Zug? Ganz einfach: Die Luft setzt sich in Bewegung, wenn es einen Druckunterschied (0,1 bis 0,2 bar) an zwei unterschiedlichen Punkten gibt. Bei einer Heizanlage erzeugt man diesen Druck dank des Kamins am Ende des gesamten Systems, durch das der Rauch mit Temperaturen zwischen 150 und 300 Grad geleitet wird.

Ein korrekter Zug ergibt sich aus dem Zusammenspiel zwischen der Höhe des Kamins und den hohen Temperaturen des Rauchs. Je höher letztere sind, desto schneller wird der Rauch ausgestoßen. Allerdings können die Anhäufung von Rückständen oder andere Hindernisse dafür sorgen, dass der Zug in einer Anlage vermindert wird oder gänzlich zum Erliegen kommt.

Wie kontrolliert man den Kaminzug?

Um solche Situationen zu verhindern, die mit hohen Risiken verbunden sind, sollte jede regelmäßige Wartung einer Heizanlage auch die eingehende Kontrolle des Kaminzugs umfassen.

Ist der Kaminzug ungenügend, steigt die Temperatur im Kamin rapide an, nachdem der heiße Rauch nicht umgehend ausgestoßen wird. Die Hitze kann den Kamin nachhaltig schädigen oder gar zu einem Kaminbrand führen, vor allem dann, wenn der Kamin nicht fachgerecht gereinigt worden ist.

Unser Personal kontrolliert den Kaminzug mit Hilfe eines Gerätes, das den Zug berechnet und zudem einen Datenstreifen druckt, der gleichzeitig als Nachweis der erfolgten Kontrolle dient. Sollten die Daten nicht den geforderten entsprechen, müssen die Ursachen für den ungenügenden Zug gefunden und beseitigt werden.

Analyse der Emissionen des Heizkessels

Ganz egal, ob eine Heizanlage mit festem, flüssigem oder gasförmigem Brennstoff betrieben wird, gilt: Wärme entsteht durch Verbrennung. Und weil bei einem Verbrennungsprozess Emissionen ent­stehen, müssen diese regelmäßig kontrolliert werden.

Die Verbrennung ist ein Prozess, bei dem Schadstoffe entstehen, allen voran Kohlenmonoxid. Dieses Gas kann bei hohen Konzentrationen tödlich wirken.

Kann man auf die Emissionskontrolle verzichten?

Schon allein wegen der eben beschriebenen Gefahr wird klar: Die Kontrolle der Emissionen eines Heizkessels ist kein Optional, sondern gehört grundlegend zur Wartung einer Heizanlage dazu. Und letztere muss wiederum verpflichtend in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden.

Die Bergamo GmbH, zu der die Marke Terein gehört, ist vom Südtiroler Landesamt für Luft und Lärm befähigt worden, die Kontrolle der Emissionen eines Heizkessels durchzuführen. Diese Kontrolle sieht Messungen unterschiedlicher Parameter vor: der Konzentration der Verbrennungsrückstände etwa, des Kaminzugs sowie der Menge an Kohlenmonoxid in den Räumlichkeiten.

Letztere Messung ist grundlegend für Ihre Sicherheit, auch weil eine zu hohe Konzentration von Kohlenmonoxid anzeigt, dass die Heizanlage oder der Rauchabzug nicht regelgerecht funktionieren. Eine regelmäßige Kontrolle garantiert demnach, dass solche Probleme früh genug erkannt und behoben werden können.

Terein verfügt zudem über zwei geprüfte Dampf- und Heizkesselwärter, die dazu befähigt sind, das Anlagenheft zu führen. Damit sind wir der Anwendung einer entsprechenden gesamtstaatlichen Regelung einen Schritt voraus (Ministerialdekret 79).

Das Anlagenheft ist jenes Dokument, in dem alle Informationen und Daten über eine Heizanlage gesammelt werden. Die regelkonforme Führung des Anlagenhefts ermöglicht demnach auch, sich über den Zustand einer Anlage zu informieren, die für unseren Komfort und unsere Sicherheit mitverantwortlich ist.